Die Teradici-Technik

Das Konzept zentral vorgehaltener PC-Systeme anstelle von Arbeitsplatzrechnern gibt es schon länger. Mit dem Teradici- Chip und der PC-over-IP-Technologie ist nun das Arbeiten über praktisch beliebige Entfernungen hinweg möglich.

Mit Teradici ist es Remote-Nutzern unmöglich zu erkennen, ob sie auf einem lokalen Desktop oder weit entfernten PC- System arbeiten. Bislang konnten solche Nutzer nicht weiter als 200 Meter von ihren PC-System entfernt arbeiten. Teradici hat dies nun geändert. Der Trick: Teradici komprimiert das Bildschirmsignal zusammen mit den USB-Daten von Peripheriegeräten wie Tastatur und Maus und wandelt sie in IP-Datenpakete um. Diese Aufgabe übernehmen spezielle Chips, die jeweils im PC-System und dem Desktop-Portal bzw. Thin Client, auf dem Anwenderschreibtisch stecken und den PC-over- IP ermöglichen.

Teradici Host-Architektur

Eine solche Anschlussstation braucht nur um die 15 Watt Strom und könnte bis zu 4000 km entfernt vom PC-System stehen. Über diese Entfernung hinaus könnten allerdings merkliche Verzögerungen auftreten, weil die Pakete auf ihrem Weg durchs weltweite Datennetz zu lange brauchen.

Ein Teradici-Portal hat keine CPU, keinen Speicher, keine Festplatte und auch kein CD- oder DVD-Laufwerk. Stattdessen bietet es hauptsächlich Anschlüsse für Monitore, Tastatur, Maus und andere USB-Geräte. Potenzielle Kunden sind zum Beispiel Krankenhäuser, Geheimdienste oder jede Art von Unternehmen, das besonders um die Sicherheit seiner Daten besorgt ist. Teradici bietet allerlei Sicherheitsfunktionen. So lässt sich etwa festlegen, ob ein Nutzer an seinem Teradici Portal einen USB-Stick anschließen darf oder nicht.

Bei Teradici hingegen kommuniziert der Teradici Host Processor direkt mit dem Teradici Portal Processor im Thin Client. Hier sorgt die Tera Image Engine laut Hersteller mittels RISC-Processor und Highspeed-RAM-Schnittstelle für das rasche Codieren und Decodieren der Bilddatenströme unter Nutzung normaler IP-Netzwerke.

Ein weiterer Unterschied: Herkömmliche Thin Clients kommen im Rahmen von SBC-Szenarien (Server-based Computing) zum Einsatz, in denen ein Server mehrere Clients versorgt (Verhältnis 1 zu x). Das Konzept von Teradici hingegen sieht eine reine 1:1-Beziehung zwischen PC-System und Client-Gerät vor.


Teradici im Netzwerk

In Deutschland werden Produkte auf Basis des Teradici Chipsatzes zur Desktop Virtualisierung unter anderem von der BSK Service GmbH vertrieben. Sie wünschen weitere Informationen? Schicken Sie uns einfach eine E-Mail, unsere Mitarbeiter bieten Ihnen geschultes und zertifiziertes Fachwissen.